Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 15. Juni 2022

Einigung zwischen AEROPERS und SWISS

Der Pilotenverband AEROPERS und SWISS haben sich geeinigt, wie sie die Auswirkungen der Corona-Krise zusammen bewältigen wollen. Nach mehreren intensiven und konstruktiven Verhandlungsrunden konnte gestern eine Vereinbarung zwischen den beiden Parteien erzielt werden.

Trotz des Fortschritts der weltweiten Impfkampagnen, ist die Luftfahrt noch weit weg vom Produktionsniveau aus den Vor-Corona-Jahren. Aus diesem Grund war AEROPERS bereit – trotz der im Herbst gescheiterten Verhandlungen und der GAV Kündigung durch SWISS – weitere Verhandlungen aufzunehmen. Gemeinsam mit der SWISS sollten Lösungen für den durch den Flottenabbau drohenden Überbestand an Pilotinnen und Piloten gesucht werden. Diese wurden im Rahmen des Konsultationsverfahrens in fünf Verhandlungsrunden gefunden.

Das Ergebnis liegt nun vor. Mit den vereinbarten Massnahmen geht AEROPERS einen grossen Schritt auf SWISS zu und ist u.a. bereit, für die Dauer eines Jahres auf bis zu eineinhalb Monatsgehälter zu verzichten.

Dadurch und durch weitere flankierende Massnahmen wird sichergestellt, dass einerseits der aktuelle Überstand an Piloten durch die SWISS mittels Arbeitszeitreduktion - nebst daraus resultierender Kosteneinsparung - effizient bewirtschaftet werden kann und andererseits, die Piloten der SWISS bei steigender Produktion wieder sofort zur Verfügung stehen.

«Die Corona-Krise hat die Luftfahrt in eine sehr schwierige Situation gebracht und den Pilotinnen und Piloten der SWISS war klar, dass sie einen substanziellen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten müssen», so Clemens Kopetz, Präsident der AEROPERS. 

«Wir haben immer gesagt, dass wir bereitstehen, der Firma in der aktuell schwierigen Situation zu helfen. Diesen Worten haben wir nun Taten folgenden lassen. Ziel der Verhandlungen war es, gute und tragbare Lösungen zugunsten der Firma und der Mitarbeitenden zu finden», sagt Kopetz weiter.

Es handelt sich hier um eine faire Lösung zwischen zwei Sozialpartnern im Sinne des Erhalts unserer Firma», sagt Kopetz.

Bestandteile des vereinbarten Paketes sind u.a. die Ausweitung des Frühpensionierungsangebotes, Förderung von Ruhenden Arbeitsverhältnissen mittels finanzieller Unterstützung durch den Pilotenverband, Erleichterungen bei den Umschulungen und ein erheblicher finanzieller Beitrag durch die Verordnete Arbeitszeitreduktion jeder einzelnen Pilotin und jedes Piloten.

«Mit diesen Massnahmen sichern wir die Flexibilität der Firma, nach der Kurzarbeit signifikant Kosten zu sparen und dennoch jederzeit speditiv auf den Nachfrageanstieg reagieren zu können», so Kopetz. 

Die Details der Vereinbarung werden den AEROPERS Mitgliedern ab dem 16. Juni zur Abstimmung vorlegt. «Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der vorliegenden Vereinbarung unseren Teil dazu beitragen, dass SWISS erfolgreich aus dieser Krise herausfindet», sagt Henning M. Hoffmann, Geschäftsführer der AEROPERS.


Kontaktpersonen
Roman Kälin, 
Vorstandsmitglied, Mediensprecher
Thomas Steffen , Vorstandsmitglied, Mediensprecher
Henning M. Hoffmann, Geschäftsführer, Mediensprecher

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